Hier starten wir jetzt mit unserem 1. Teil der Südengland Rundreise: Südengland Südküste mit dem Wohnmobil. Kommt mit auf unsere Tour, auf der wir im Juni gute zwei Wochen unterwegs sind. Freut euch auf eine Region mit sehr herzlichen Menschen, wo Hunde extrem willkommen sind, einzigartige Natur und Küstenabschnitte und die ein oder andere spannende Sehenswürdigkeit.

Alles Wichtige zu den Themen Einreisebedingung, Reisen mit Hund, Linksverkehr und enge Straßen & Anreise findet ihr hier:
Inhalt
Südengland Südküste mit dem Wohnmobil im Überblick
Hier siehst du auf meiner Karte, wie unsere gesamte Tour durch Südengland verläuft – hauptsächlich durch Devon, Cornwall & Sommerset und wieder retour. Wir sind insgesamt 18 Tage unterwegs und wir starten jetzt hier mit dem Teil Südengland Südküste mit dem Wohnmobil Nr. 1-8:


Ankunft – Campingplatz Horsley
Wir kommen nachmittags mit der Fähre in Dover an und fahren noch schnell zum Supermarkt und füllen unseren Kühlschrank auf. Dann geht es zu unserem ersten Übernachtungsstopp auf dem Campingplatz Horsley in Leatherhead. Ein schön angelegter Platz und für die Durchreise prima. Am nächsten Tag geht es an Stonehenge vorbei, was wir allerdings ganz gut von der Straße aus sehen können, aber wir machen keinen Stopp dort – unserer Ziel ist heute Darwish in Devon.



Campingplatz Leadstone
Unser Plan ist es eigentlich, bevor wir in Dawlish auf den Campingplatz fahren, Exeter zu besichtigen, aber es regnet „Cats and Dogs“ und daher haben wir die Stadt leider links liegen gelassen und auf dem Campingplatz Leadstone das Regengebiet abgewartet.
Der Campingplatz ist sehr schön und großzügig angelegt und liegt fussläufig zum kleinen Ort. Hier sind Hunde sehr willkommen. Wir machen nachmittags eine schöne Rundwanderung zum Ort, durchs Naturschutzgebiet und entlang der der Bahntrasse, die direkt am Meer zwischen Dawlish Warren und Dawlish entlang läuft.



Auf halber Strecke warten schon einige Trainspotter, denn hier fahren zum Teil sehr alte Züge und es kam tatsächlich einer vorbei. An schön gedeckten weißen Tischen bekommen die Passagiere ihr Essen und können dabei aufs Meer schauen. Am nächsten Morgen lässt sich die Sonne wieder etwas mehr blicken und wir rollen weiter zum nächsten Stopp der Tour Südengland Südküste mit dem Wohnmobil.
Torquay mit Babbacombe Cliff Railway
Von Dawlish fahren wir die Küste nach Torquay und dort nehmen wir die alte Babbacombe Cliff Railway Zahnradbahn runter an den Strand. So langsam kommt die Sonne wieder raus und wir laufen noch rüber zum Babbacombe Pier und genießen die Aussicht. Die Bahn bringt uns wieder auch wieder hoch und wir bummeln noch etwas durch den Ort und dann geht es auch schon weiter.



Polperro – Great Kellow Farm
An Plymouth fahren wir vorbei weiter in Richtung Polperro. Das süße Dörfchen haben wir auf unserer Liste und den passenden Stellplatz auch – die Great Kellow Farm. Dann wird es erstmals abenteuerlich, denn der Weg zum Platz ist in der Tat einspurig, eng und es gab auch nicht wirklich Ausweichmöglichkeiten. Aber so ist das ja in Cornwall und mit einem Kastenwagen passt das auch noch ganz gut. Der Platz ist sehr großzügig angelegt und es gibt ein schönes Sanitärhäuschen am Platz. Nach dem Einchecken laufen wir rund 20 Minuten in den Ort runter.


Am später Nachmittag ist es sehr ruhig im Ort, im Pub am Hafen gibt es Livemusik und eine schöne Stimmung, da trinken wir erstmal ein leckeres englisches Bierchen. Es ist einfach ein richtig uriges Fischerdörfchen, wo auch noch richtig Fischfang betrieben wird.


Alternative zum Übernachtungsplatz, falls es jemandem zu eng ist, das Fahrzeug zu groß oder ihr nur kurz vorbei schauen wollt: Im Ort gibt es auf dem großen Parkplatz die Möglichkeit zu übernachten, allerdings mit Parkplatz-Atmosphäre – 24h kosten 28 Pfund, wer nur zu Besuch kommen möchte, kann 3h für 12 Pfund wählen.
Fähre Bodinnick nach Fowley
Am nächsten Tag entscheiden wir uns nicht für die großen Straßen, sondern fahren auf den kleinen weiter bis Bodinnick, wo es eine kleine Fähre gibt, die uns rüber nach Fowley setzt. Den Tipp haben wir aus dem Reiseführer vom WOMO-Verlag (Affiliate Link), die ich grundsätzlich sehr empfehlen kann. So sind wir auch sicher, dass wir mit dem Kastenwagen drauf passen und die engen Straßen sich für uns ausgehen.


Lost Garden of Heligans & Megavissey
Gegen mittags kommen wir auf dem Caravan and Camping Park Heligan an und werden sehr freundlich begrüßt und bekommen noch einen schönen Stellplatz. Das Wetter ist bescheiden, aber wir wollen auf jeden Fall direkt in den Lost Garden of Heligans, der quasi nur ein paar Meter vom Campingplatz entfernt ist. Das Gute ist wir bekommen vom Campingplatz einen 20 % Rabatt Gutschein für den Eintritt in den Park.





Der Garten hat uns richtig richtig gut gefallen und wir verbringen ein paar Stunden dort, denn das Gelände ist riesig und sehr abwechslungsreich. Hunde sind an der Leine herzlich willkommen! Ich habe bewusst nur ein paar Bilder eingestellt, ihr sollt euch schließlich von der Pflanzenvielfalt überraschen lassen.
Am Abend machen wir uns noch zu Fuß auf dem Weg nach Mevagissey. Ein Fuß- beziehungsweise Radweg führt vom Campingplatz aus bis in den Ort. Es dauert ungefähr eine gute halbe Stunde, bis bis wir da sind. Es geht immer Berg ab. Das Fischerdörfchen ist richtig süß und man sieht, dass auch hier noch richtig vom Fisch gelebt wird. Wir haben Glück und bekommen noch den aller letzten frischen Fisch von der Fischbude im Hafen. Richtig lecker!



Wir schlendern noch ein bisschen durch den Ort und nehmen dann den Tipp vom Campingplatz in Anspruch und rufen uns ein Taxi. Die Taxifahrt kostet uns für uns (4 Personen) nur acht Pfund und der Hund darf selbstverständlich mit. So ersparen wir uns am späten Abend noch den Rückweg wieder den Berg hoch. Wir fanden es auch sehr günstig, die junge Dame ist allerdings auch in heißen Reifen gefahren, was zwischendurch sehr lustig war, denn die Straßen sind ja wirklich nicht sehr breit.
Cadgwith Camping
Cadgwith Camping war einer der wenigen Plätze, die ich mir vorher abgespeichert hatte: Ein ganz einfacher, schöner, naturbelassener Campingplatz direkt am Meer genauso, wie wir es gerne lieben. Vor allem die Gastgeber von diesem Platz sind so herzlich und so fühlen wir uns sofort richtig wohl. Alles ganz unkompliziert, einfach kurz anrufen, anmelden, Platz auf der großen Wiese aussuchen und genießen.



Die Lage am Meer ist natürlich ein Traum, denn der Küstenweg geht direkt am Campingplatz vorbei und so können wir in einer guten halben Stunde bis zu dem süßen Örtchen Cadgwith laufen. Die Aussicht ist herrlich und das Örtchen selbst ist einfach ein richtige Perle. Wie aus dem Bilderbuch liegen die bunten Boote im Hafen und schöne kleine und größere Häuschen liegen drum herum. Kehrt unbedingt in den Pub „The Cadgwith Cove Inn“ ein – schaut vorher online, ob es ein Programm gibt. Manchmal gibt es Livemusik, und dann ist es besser, einen Tisch zu reservieren.




Auf dem Cadgwith Camping bleiben wir 2 Nächte, denn am 2. Tag machen wir von Lizard Point eine Küstenwanderung zur Kynance Cove.
Wanderung zur Kynance Cove
Vom Campingplatz sind es nur ein paar Kilometer bis Lizard Point, wo wir im Ort mit dem Womo einen Parkplatz finden. Hier seid ihr gut beraten früh dran zu sehen, damit ihr einen Parkplatz findet. Dann laufen wir zuerst zum Leuchtturm und dann geht es den Küstenwanderweg entlang bis zu der traumhaften Bucht Kynance Cove. Vorher machen wir noch einen kurzen Stop am südlichsten Punkt von Cornwall. Entdecken endlich Robben im Meer und geht es los die Küste entlang.


Das Wasser schimmert teilweise türkisfarben wie in der Karibik und am Ende lässt sich noch die Sonne blicken. In der Bucht gibt ein kleines Restaurant und einige Sitzgelegenheiten, so dass man diese Location und den Ausblich richtig genießen kann. Beachten die Gezeiten, denn sonst ist in der Bucht der Weg dorthin unter Wasser. Die Tour findet ihr auf Komoot HIER.



St. Michael´s Mount
Nach zwei Nächten verlassen wir das schön Cadgwith und für diesen Tag steht etwas ganz besonderen auf dem Plan. Wir besuchen den St. Michael’s Mount , der kleinere „Bruder“ vom Mont Saint Michel in der Normandie. HIER findet ihr übrigens alles zu unserer Tour durch die Normandie.


Auch wenn ihr schon auf dem Mont Saint Michel in der Normandie wart, ist dieser in Cornwall auf jeden Fall einen Besuch wert. Hier müssen wir nur wirklich auf die Gezeiten achten, sonst gibt es nasse Füße oder ein Bötchen muss her. Es gibt übrigens extra Parkplätze für Wohnmobile in fußläufiger Entfernung, natürlich kostenpflichtig.




Leider sind Hunde nicht auf St. Michael´s Mount während der geschäftigeren Saison zwischen dem 1. Mai und dem 11. September 2026 nicht erlaubt, daher trennen wir uns kurz und wir Mädels (diese Rundreise machen wir zusammen mit Freunden) besuchen den Blumengarten am Schloss alleine.



Nachdem wir alles erkundet haben, besuchen wir auch den Ort Marazion selbst und das lohnt sich. TIPP: An der Kirche ist oft ein kleiner Kunstmarkt, wo ihr leckeres, günstiges Mittagessen oder Café & Kuchen bekommt. Von dort fahren wir zum nächsten Campingplatz.


Trevedra Farm
Nach dem Einchecken auf der Trevedra Farm laufen laufen wir abends in gut 20 Minuten zum Gwynver Beach und da es ordentlich windig ist, haben wir richtig hohe Wellen an der Westküste unweit von Lands End. Auf jeden Fall ein lohnender Besuch bei dieser Aussicht.


Land´s End – das Ende Cornwalls
An Tag 8 fahren wir im Regen nach Lands End , weil man’s ja mal gesehen haben muss. Allerdings ist dort das Parken sehr teuer und es gibt so eine Art Kinder-Spielhöllen & Fressbuden Ansammlung, das hat uns alles nicht gefallen. Deswegen haben wir nur kurz ein Foto-Stop gemacht (für 20 Minuten könnt ihr kostenfrei parken) und fahren dann weiter.


Minnack Theatre
Wir rollen weiter zum Minnack Theatre, da hätte ich natürlich gerne eine Vorstellung besucht, aber das Wetter passt einfach gar nicht und an diesem Wochenende gab’s dazu auch gar keine Vorstellungen. Dennoch war es eine schöne Atmosphäre. Der Hund darf auch mit rein (Achtung: nur nicht bei den Vorstellungen!) und es gibt auch ein sehr gemütliches Café, wo ihr die Aussicht auf das Theater und die Küste genießen könnt. Also ein Grund noch mal wieder her zu kommen, denn ich würde wirklich gerne mal eine Vorstellung besuchen.







Cape Cornwall
Von dort fahren wir in Richtung Norden weiter nach Cape Cornwall, was wir viel lohnenswerter finden, als Lands End. Ihr könnt dort eine schöne Rund-Wanderung machen, den Ausblick genießen und viele Seehunde beobachten. Bei uns war das Wetter ja ein wenig ruppig, aber das hatte auch etwas.


Weiter geht es mit Teil 2 mit der nördlichen Küsten von Südengland: Wir besuchen St. Ives, übernachten auf einem der schönsten Stellplätze der Tour, es wird magisch mit König Artus und Glastonbury und am Ende gibt´s noch jede Menge Käse und die Sonne kommt wieder. Also, lest gerne weiter hier:


