Camping in Dänemark

Unser erster richtiger Camping Urlaub in Dänemark liegt vor uns. Wir fahren vom nördlichen Zipfel an der Ostsee die Westküste entlang in den Süden, allerdings mit einem Abstecher ins schöne Aalborg. Wir fahren mit unserem Kastenwagen sogar zweimal auf den Strand und wir haben auf einem kleinen Weingut übernachtet. Das hört sich doch für Camping in Dänemark sehr abwechslungsreich an, oder?

Camping in Dänemark

Los geht es ganz im Norden, denn wir starten in Frederikshavn. Warum im Norden? Wir kommen nämlich mit der Fähre aus Göteborg. Wenn dich unser erster Reiseteil an der schwedischen Westküste auch interessiert, dann klicke dich HIER zum 1. von 3 Teilen (ja, es gibt viel Schönes zu berichten).

Nach einer traumhaften Überfahrt bei bestem Wetter, wird es schon langsam dämmrig, als wir von der Fähre runterfahren. Daher wollen wir nicht mehr allzu weit fahren. Nach ca. 20 km weiter in Richtung Norden finden wir einen sehr schönen Stellplatz.

Stellplatz Aalbaek Havn

Der Stellplatz am Hafen von Aalbaek liegt wunderschön direkt an der Ostsee. Links und rechts neben dem Stellplatz, bzw. Hafen liegt einsamer, langer Strand. Wir checken mit dem Bezahlautomaten am Hafenbüro ein und können dann mit dem ausgegebenen Code durch die Schranke an den Booten vorbei auf den Platz fahren. 

Stellplatz Fakten

  • ca. 20 Plätze, alle sehr ebenerdig
  • Sanitärgebäude mit Dusche und WC
  • Strom
  • Ver- & Entsorgung
  • WLAN
  • Achtung Langschläfer: Hier beginnt der neue Bezahltag immer schon um 10.00 Uhr
  • Kleines Fischrestaurant
  • Kleiner Spielplatz

Der Stellplatz ist gut besucht, aber es ist dennoch sehr ruhig. Das schöne am Morgen ist der tolle Sonnenaufgang über der Ostsee, aber dafür müsst ihr früh raus. Uns gefällt der Platz sehr gut und rückblickend wären wir doch auch noch gerne eine zweite Nacht geblieben. So aber fahren wir am nächsten Morgen rauf nach Skagen, wo die Nordsee und die Ostsee zusammenkommen. Da ist es allerdings extrem voll, die Idee hatten offensichtlich sehr viele und jede Menge Trecker mit Anhängern fahren rauf an den nördlichsten Strand. Wir schauen uns das Spektakel kurz an und entschließen uns aber weiter zu fahren. 

Løkken – mit dem Womo auf den Strand

Das Wetter ist traumhaft und wir peilen das bekannte Løkken an. Hier darf man tagsüber mit dem Wohnmobil an den Strand fahren. Auch wenn da zwei Herzen in meiner Brust schlagen, ob das wirklich nötig ist, probieren wir es doch aus. Es ist sehr wenig los und Ausblick ist traumhaft. Zuerst laufen wir den Strand links in Richtung Ortsmitte entlang und entdecken die Fischerboote, die nach getaner Arbeit immer mit Seilkraft an Land gezogen werden. Dahinter stehen ganz viele, weiße Strandhäuser, die bei dem blauen Himmel mit dem Sand um die Wetter strahlen.

Nach einem kleinem Snack im Ort laufen wir den Strand noch weiter rechts hinunter. Hier kommen nach einer Weile ganz viele alte Betonbunker-Fragmente. Sie liegen teilweise wie hingeworfene Würfel in der Landschaft. Ein ganz eigenartige, besondere Kulisse, die natürlich auch ein wenig an eine nicht so schöne Zeit erinnert. Aber als Fotomotive bietet es sich sehr an.

Leuchtturm Rubjerg Knude

Dann fahren wir noch zu einem absoluten Wahrzeichen in dieser Ecke. Der bekannten Leuchtturm Rubjerg Knude. Dieser Leuchtturm wurde mal ziemlich spektakulär etliche Meter versetzt, da er drohte auf der Düne an der Steilküste im Meer zu versinken. Am Parkplatz findet ihr Informationstafeln dazu. Das letzte Stück des Weges zum Leuchtturm ist einfach eine riesengroße Düne, die wir hochlaufen. Und hier können wir es schon nachempfinden, dass diese Düne in Bewegung ist und der Leuchtturm sicher nicht auf ewig hier bleiben wird. 

Als wir am Leuchtturm ankommen, ändert sich das Wetter, Nebel zieht immer wieder von der Küste ins Land hinein – fast ein bisschen mystisch. Da ich es nicht so mit der Höhe habe, haben wir uns alles von unten angeschaut. Der Leuchtturm ist 23 Meter hoch. Der Blick über die Küste ist aber auch von unten großartig. 

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Stellplatz auf einem kleinen Chåteau

Es ist schon spät geworden und wir brauchen noch einen Übernachtungsplatz. Wir fahren rund 35 Kilometer in Richtung Aalborg und kurz bevor uns der Nebel verschluckt, treffen wir auf dem Château Gjodset ein. Ein kleines Weingut mitten in Dänemark, damit hätte ich ehrlicherweise hier überhaupt nicht gerechnet. Wusstest du, dass in Dänemark auch Wein angebaut wird? 

Stellplatz Fakten

  • 5 Stellplätze – es gibt 2 Stellplätze im Hof und 3 am Rande des Hauses.
  • Kleine Terrassen zum Sitzen
  • Anmeldung im Haus, bzw. via SMS bekommt man den Code für das Bad und die Küche
  • Bad ist sehr einfach, zweckmäßig
  • Kleiner Aufenthaltsraum
  • Wein zum Verkauf
  • WLAN

Wir haben den Besitzer nicht persönlich angetroffen, sonst hätten wir sicher noch mehr Informationen zum Weinanbau bekommen. Der Kontakt via SMS ist sehr freundlich und wir hätten uns auch noch Möhren aus dem Gemüsegarten ausmachen dürfen. Aber eine Flasche Rotwein haben wir mitgenommen, ich bin natürlich neugierig. Fazit: Er ist wirklich lecker, ein wenig spritzig, aber trocken und der erste dänische Wein, den ich überhaupt getrunken habe.

Der Stellplatz liegt ideal, wenn man so wie wir am nächsten Tag nach Aalborg weiter fahren möchte. Es sind nur 10 km. Gefunden haben wir den Platz via Park4night , an diesem Weingut kommt man sicher nicht per Zufall vorbei.

Aalborg

Am nächsten Morgen fahren wir weiter nach Aalborg. Wir parken etwas außerhalb des Zentrum, ganz in der Nähe von der Streetfood-Halle (Skudehavnsvej 35-37), wo wir zum Schluss auch Essen gehen werden.

Zuerst geht es aber an der Uferpromenade des Limfjord entlang bis in die Innenstadt. Es sind gut 30 Minuten zu Fuß bis in die Innenstadt. Wir kommen an dem alten Firmengelände von Aquavit vorbei – hier wird Neues, Modernes entstehen. In der Innenstadt biegen wir schnell von der trubeligen Einkaufsstraße in die kleinen Gassen ab.

Besondere Gassen in Aalborg

Hier in der Hjelmerstald-Gasse finden sich ganz besonders alte, hübsche und sehr bunte Häuschen. Einiges an Kunsthandwerk ist hier zu finden und da muss ich mich natürlich genauer umschauen. Ebenso lohnt ein Schlenker in die Peder Barkes Gade um die Ecke. Ein Haustüre schöner und süßer als die andere. Hier haben wir uns einfach treiben lassen – bis wieder der Appetit kam.

Kulinarische Stopps

In Aalborg wird jeder etwas Leckeres finden, wir haben hier unsere kulinarischen Pausen gemacht: 

Cafe Hos Isidor Henius

Hier gibt es aus große Auswahl an Smörrebröd und Kaffeesorten. Und natürlich verschiedenen Sorten des Aquavits. Fisch muss ja bekanntlich schwimmen und von daher haben wir den Aquavit natürlich auch verkostet, wenn wir schon mal da sind. Alles ist sehr lecker und schön angerichtet. Wir konnten bei dem schönen Wetter auch draußen vor dem Café sitzen.

Streedfood Halle

Zurück zum Wohnmobil haben wir noch einen Abstecher in die Streetfood-Halle gemacht. Ein tolles Graffiti kündigt die Streetfood-Halle an und hier haben wir die Auswahl von zig verschiedenen Streetfood-Ständen aus aller Herren Länder. Wer die Qual hat… wir haben uns für Sushi entschieden. Draußen vor der Halle gibt es viele Bänke und Tische mit Ausblick auf einen weiteren Hafen. 

Stellplatz in Struer an der Venø Bucht

Wir verlassen Aalborg am späten Nachmittag und fahren in einem Bogen an der Westküste entlang. Es geht immer wieder über Brücken und großen Naturschutzgebieten vorbei.

Camping in Dänemark

Am Abend machen wir dann unseren Übernachtungs-Stop in Struer an der Venø Bucht. Hier gibt es einen Stellplatz am Hafen, wo wir einen der letzten Plätze ergattern. In der Stadt gibt es eine kleiner Fußgängerzone und Lebensmittelläden. Wir drehen noch eine Runde durch die Marina und lassen dann den Tag gemütlich ausklingen.

Stellplatz Fakten

  • ca. 14 Plätze mit Blick auf den Segelhafen
  • Bezahlautomaten zum Einchecken
  • Strom
  • Ver- & Entsorgung
  • Sanitärhaus mit Duschen & Toiletten gegen Gebühr
  • WLAN

Campingplatz Lyngvig

Camping in Dänemark kann man wirklich vielfältig machen. Jetzt wird es für uns auf einen Campingplatz in mitten der Dünen gegen. Am nächsten Morgen fahren wir weiter zum Camping Lyngvig, der unmittelbar am Meer liegt. Hier dürfen wir uns den Platz aussuchen. Es ist auch nicht mehr allzu voll, aber die Plätze direkt an den Dünen oder sehr abseits sind belegt. Aber für eine Nacht ist das auch nicht ganz so dramatisch, denn zum Meer muss man eh über die Dünen.

Camping in Dänemark

Der Campingplatz hat natürlich einiges, was ein größerer Platz nun mal hat. Große Sanitärhäuser mit allem was man braucht oder auch nicht. Für uns ist einfach die Lage sehr schön – im Spätsommer ist es auch nicht mehr so voll. Wir gehen zu Fuß an den endlos langen Strand und besuchen den nächsten Leuchtturm. Das ist eine schöne Spazierrunde mit tollem Ausblick. Am Leuchtturm gibt es auch das ein oder andere Kulinarische und ein süßes Dekolädchen, wer da anfällig ist, sollte rein gehen!

Fahrradtour nach Hvide Sande

Nachmittags radeln wir in den nächst größeren Ort, Hvide Sande. Der Weg durch die Dünen ist wirklich schön und es sind nur rund 5 km. Vor und im Ort gibt es mehrere Möglichkeiten leckeren Räucherfisch zu kaufen. Auch hier findet sich das ein oder andere Deko-Interior-Lädchen. Außerdem gibt es hier einen Supermarkt, wenn noch etwas gebraucht wird.

Kunstgalerie Atelier Ayoe

Aber das Schönste ist für mich die kleine wundervolle Galerie „Atelier Ayoe“. Ich liebe es mir kleine oder größere Kunstgalerien anzuschauen. Einige Hinweis-Schilder in der Stadt weisen uns sogar den Weg. (Søndergade 8) Die vielen Möwenbilder sind ein echter Hingucker oder die Frau mit den lustigen roten Haaren, die immer wieder auf den Bildern auftaucht, fällt sofort ins Auge. Besonders beeindruckend ist das Bild, welches aus 90 einzelnen Möwenbildern entstanden ist. 90 Möwen als Symbol der menschlichen Vielfalt – dieses Thema ist wahrscheinlich aktueller denn je. Also unbedingt einmal reinschauen!

Stellplatz Optionen in Hvide Sande

In Hvide Sande gibt’s alternativ mehrere Stellplätze, der Schönste hat den Blick über den Ringkøbing Fjord und um die Ecke direkt eine Fischräucherei. Alles andere ist zudem fussläufig entfernt. 

Esbjerg – Menschen am Meer

Am nächsten Tag fahren wir weiter mit dem Ziel Rømø. Spontan haben wir uns die Insel als letztes Ziel ausgesucht. Rund 130 km und gute 2 Stunden fahrt liegen vor uns. Wir machen noch einen kurzen Schlenker via Esbjerg, um uns eine besondere Skulpturengruppe an der Küste anzuschauen. „Der Mensch am Meer“ sind vier große, weiße Figuren, neun Meter hoch, vom Bildhauer Svend Wiig Hansen. Diese Skulpturen sind schon beeindruckend und ich bin nicht nur ganz klein darunter – ich fühle mich dort auch so. Aber durch das Weiße wirken sie freundlich und strahlend. 

Campingplatz auf Romø

Die Anreise nach Romo ist ähnlich wie nach Sylt, nur eben nicht mit dem Zug, sondern der Deich ist mit dem Auto befahrbar. Auf Romo angekommen fahren wir zu dem Wohnmobilstellplatz Oasen Romo. Der ist aber bis auf den letzten Platz Rappel voll, so dass wir eine Alternative suchen und finden: Kommandos Gården Camping & Ferienpark. Hier ist nicht all zu viel los und wir können uns einen Platz aussuchen. Es gab noch ein paar freie Stellplätze mit Blick aufs Meer und die Pferdekoppeln.

Unternehmungen auf Romø

Wir starten dann direkt mit den Fahrrädern und das ist auch eine gute Idee hier auf Romo. Alles ist gut ausgeschildert und es geht teilweise traumhaft schön durch die Dünenwälder. Wir fahren bis zum Sonderstrand: Ein riesiger großer Strand für Drachensteiger, Segler und Zuschauer. Hier darf man sogar mit dem Wohnmobil auf den Strand fahren. 

Ein hübsches Cafe entdecken wir auch noch: Das Hattesgaard Café – wunderbar zum Verweilen und einer der besten (und teuersten) Kuchen, die ich gegessen habe. Dazu gibt es auch für Kaffeeliebhaber eine tolle und ausgefallene Kaffee-Auswahl!

Viel Grün gibt es im Norden der Insel: Dort ist ein Schießgelände der Bundeswehr, welches zur Ausbildung von Piloten dient. Auf dem Gelände stehen Attrappen, wie Flugzeuge und Panzer. Wenn keine Schießübungen sind, darf dieses Gelände betreten und auf vorgegebenen Wegen durchwandert werden. Die Nutzung der Bundeswehr ist auch limitiert, da hier Rücksicht auf Brutzeiten u.ä. genommen wird. Ob das Gelände freigegeben ist, zeigen schwarze Signalkugel an den Eingängen an. Darauf muss natürlich gut achten, bzw. sich an den Info-Tafeln nochmal genau informieren.

Romo hat uns wirklich überrascht und ist so ganz anders als Sylt, welches ja durch die Fährverbindung nur einen Katzensprung entfernt ist. An unserem letzten Morgen in Dänemark fahren wir dann mit dem Wohnmobil zum Abschied nochmal an den Sonderstrand. Hier genießen wir nochmal die Möglichkeit an den Strand zu fahren und dann geht es für uns wieder nach Hause.

Romo Sonderstrand

Die 5 Tage Camping in Dänemark haben uns echt begeistert und wir können verstehen, dass es so viele Dänemark-Liebhaber gibt. Ich hoffe, ich konnte dir auch etwas Lust auf dieses Land machen, auch wenn wir selber nur einen kleinen Teil entdeckt haben. Ich freue mich auf deine Anmerkungen oder Tipps. Wir werden sicher wieder kommen, denn ein paar Tage reichen für ein schönes Kennenlernen und machen auf jeden Fall Lust wiederzukommen.

Vielleicht jetzt doch noch Lust auf Schweden bekommen? Dann starte mit Teil 1 unserer Rundreise an der Westküste:

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