Schottland mit dem Wohnmobil – Teil 2

Wir befinden uns auf unserer Schottland Rundreise und falls du Teil 1 verpasst hast, hier geht es zum Anfang der Reise, inkl. Anreise und allgemeine Tipps, von Schottland mit dem Wohnmobil:

Schottland mit dem Wohnmobil Teil 2 geht in Richtung Norden-Westen, die nördliche Küste entlang und an der Ostküste wieder runter bis zum Cairngrom Nationalpark. Tolle Landschaften und prachtvolle Schlösser erwarten dich. Aber erstmal eine Karte zur Orientierung:

Karte Teil 2 – Schottland mit dem Wohnmobil

Schottland mit dem Wohnmobil: Norden-Westen und Norden

Inverewe Camping & Caravaning Club

Nach sehr vielen Eindrücken von der Isle of Skye geht es nun weiter Richtung Norden. Das nächste Ziel wird bei Poolewe – Inverness sein. Vorbei an vielen Lochs und toller Landschaft machen wir noch einen kurzen Stopp in Gairloch. Von diesem kleinen Ort gibt es die Möglichkeit Boot-Safaris zu machen, um Wale und Delfine zu entdecken. Auch einen größeren Sandstrand findet ihr dort.

Am Inverewe Camping und Caravaning Club angekommen, werden wir schon wieder sehr herzlich begrüßt. Also Gastfreundschaft wird hier in Schottland großgeschrieben. Im Ort gibt es einen botanischen Garten, der zum Besuch einlädt. Aber wir machen es uns bei bestem Wetter einfach nur gemütlich und genießen den Ausblick auf die Bucht bei bestem Wetter.

Ullapool Zwischenstopp

Wir fahren am nächsten Morgen erstmal weiter Richtung Ullapool. An der Guinand Bay entdecken wir einen fast menschenleeren Strand, wo wir kurz Halt machen. In Ullapool finden wir im Zentrum einen Parkplatz (Einfahrt Seaforth Lane oder Latheron Land), wo auch prima Wohnmobile stehen können. Wir kehren nach einem kleinen Bummel erstmal zum Mittagessen bei „The Chippy“ zu Fish & Chips ein. Wir werfen auch einen Blick auf den dortigen Campingplatz (Broomfield Holiday Park), der mit schönen Stellplätzen direkt am Wasser liegt. Aber wir wollen jetzt weiter ins Naturreservat.

Knockan Craig National Nature Reserve Stellplatz

Hinter Ullapool in Richtung Norden fängt die für mich fast schönste Strecke an.  Rund 13 Meilen hinter Ullapool stoppen wir in dem Knockan Crag National Nature Reserve. Der Blick von dem höher gelegenen Aussichtspunkt, der zur Rock Route gehört, ist atemberaubend. Die Landschaft offenbart einige der ältesten Gesteine der Welt.

Der Blick auf die umliegenden Berge und das Loch ist unfassbar schön. Und das Beste, hier dürfen wir übernachten. Am Visitorcenter gibt ein kleines Toilettenhaus und auch frisches Wasser. Auf dem kleinen Parkplatz übernachten wir mit diesem tollen Ausblick. Ein Gebühr muss online bezahlt werden, eine Tafel am Sanitärhäuschen erklärt alles verständlich. In dem Aussichtspavillon am Berg finden sich weitere Informationen und ein Modell mit allen Namen der Berge, auf die wir schauen.

Für alle, die sich noch ein bisschen die Füße vertreten wollen: Von der Aussichtskuppel gehen drei kleinere Wanderungen ab, die wie ein kleiner Lehrpfad angelegt sind. Immer wieder tauchen spannende Skulpturen auf, einfach so schön. Hier solltest du einfach einen Stopp einlegen, ob zum Übernachten oder für eine Pause.

Hierhin werden wir auf jeden Fall wiederkommen, denn diese Gegend ist wirklich so besonders und beeindruckend. Hier machen wir beim nächsten Mal die Pebble, bzw die Rock Route, die teilweise noch mehr an der Küste entlang geht.

Bayview Campsite – Talmine Bay

Dann fahren wir weiter hoch bis zur nördlichen Küste von Schottland.

Tipp von Reiseausschnitte

Unterschätze nicht die Zeit, die du für Single Trails brauchst. Das Navi ist das eine, aber die Realität eine andere. Regelmäßig müssen wir anhalten um den Gegenverkehr vorbei zulassen. Nicht schlimm, klappt auch prima, aber dauert einfach. Plane gerade hier im Norden etwas mehr Zeit dafür ein, gerade für diese Strecke würden wir uns beim nächsten Mal viel mehr Zeit nehmen und noch mehr Schlenker zu Küste machen.

Wir kommen daher relativ spät an unserem nächsten Übernachtungsplatz an. Denn der Sango Sands Campingplatz, den wir uns ausgeschaut haben, ist restlos ausgebucht. Auch alle möglichen Stellplätze an Straßenrand sind voll mit Wohnmobilen. Das verstehen wir auch, denn die Aussicht auf das türkisblaue Wasser und die Strände ist schon besonders schön.

Daher müssen wir noch ein ganz Stückchen weiterfahren und landen auf dem Bayview Campsite in der Talmine Bay. Ein ganz kleiner und sehr! einfacher Platz, der aber an einer wunderschönen Bucht liegt. Wir konnten noch eine kurze Runde am Strand drehen, dann kommen die kleinen fiesen Midgets wieder und fangen an zu beißen, Regen kommt dazu, daher ab ins Wohnmobil.

Tipp von Reiseausschnitte
Schottland Magazin Artikel

Bettyhill

Am nächsten Morgen sind die Midgets weg und die Sonne lacht. Auf geht es weiter die Küste entlang nach Osten. Auf dem Weg nach Dunnet, machen wir noch halt in dem wunderbaren Örtchen Bettyhill. 3 gute Gründe in Bettyhill zu stoppen:

  • The Store Café mit ausgezeichnetem Kuchen
  • An jedem 2. Samstag im Monat gibt es den North Coast Market in der Gemeindehalle, wo kreative & kulinarische Produkte verkauft werden – unbedingt reinschauen, wenn es zeitlich passt. Den Ziegenkäse von Jumping Goats Dairy können wir auf jeden Fall empfehlen.
  • Ein leerer großer Strand

Dunnet  Motorhome & Caravaning Club

Wir haben Bettyhill in unser Herz geschlossen, fahren aber weiter bis zum Campingplatz in Dunnet, der zum Motorhome und Caravaning Club gehört. Hier bekommen wir auch eine Ermäßigung über die ADAC-Karte. Wir stehen direkt am Meer und die Parzellen sind wieder sehr großzügig bemessen.

Den riesigen Strand haben wir fast für uns alleine. Am Ende des Strandes tut sich eine zerklüftete Steinwelt auf, die bei Ebbe unbedingt zu besuchen lohnt. An allen Ecken und Kanten hat das Meer seine Spuren hinterlassen.

Dunnet Head – nördlichster Punkt

Früh morgens fahren wir vom Platz weiter zum inoffiziellen nördlichsten Punkt von Schottland – Dunnet Head. Der Leuchtturm strahlt vor dem blauen Himmel und wir haben einen tollen Blick auf die Orkney-Inseln. Gut das wir ein Fernglas dabeihaben, es gibt neben den vielen brütende Seevögeln auch Delfine, die wir im Wasser entdecken.

Tipp von Reiseausschnitte

Kurz vor dem Leuchtturm haben wir noch einen einfachen Stellplatz entdeckt: Windhaven, hier steht ihr recht einfach auf einer Wiese mit Blick auf die Orkney-Inseln. Sicher auch eine schöne Alternative.

Schottland mit dem Wohnmobil: Ostküste bis zu den Cairngroms

Duncansby Head & Stacks

Weiter geht es dann für uns mit einem kurzen Abstecher zum Castle & Garden of Mey oder das Schloss, wo sich Queen Mum immer aufgehalten hat. Wir schauen es uns nur von außen an.

Schottland mit dem Wohnmobil

Danach fahren wir weiter an John O´Groats vorbei (hier geht die Fähre zu den Orkney Inseln ab) bis zum Leuchtturm Duncansby Head. Wir ergattern noch einen Parkplatz, obwohl es regnet und die Wolken tief hängen, ist viel los hier. Wir laufen rüber zum Rand der Küste mit Blick auf die Duncansby Stacks, zwei spitze große Felsen, die aus dem Wasser ragen. Gerade auch bei diesem Wetter wirkt es sehr bizarr. Auch hier nisten viele Seevögel, überall hört man sie schreien.

Schottland mit dem Wohnmobil

Ebenfalls gibt es hier viele Schafe, die uns auf dem Rückweg auch erstmal aufhalten, da der ganze Trupp einmal quer über die Straße rennt – der Schäfer hatte gerufen. Aber das gehört ja auch zu Schottland, oder?!

Golspie Stellplatz

Es geht die Ostküste weiter in Richtung Süden. Die Landschaft hier deutlich mehr geprägt von Landwirtschaft und Farmen. Unser Ziel ist der Stellplatz in Golspie, der relativ neu eingerichtet worden ist (Achtung: Ein Bad ja, aber keine Duschen). Warum Golspie? Ohne ein Schloss geht Schottland doch gar nicht, oder? Darum ist das prächtige Schloss Dunrobin auch auf unserer Liste. Der Stellplatz ist weniger als fünf Fahrminuten vom Schloss entfernt, also ideal für unseren Schloss-Besuch. Bei dem Stellplatz mussten wir Online einchecken, es werden viele Daten abgefragt, aber einmal eingecheckt, geht alles ganz unkompliziert. Übrigens: Einen schönen Strand gibt es hier in Golspie auch.

Schloss Dunrobin

Am nächsten Morgen fahren wir direkt zu Öffnungsbeginn rüber und parken unmittelbar vor dem Schloss. Das Wetter meint es heute so richtig gut uns, es ist ein traumhafter Tag.

Achtung: Hunde sind hier nicht erlaubt, auch nicht im Garten. Aber wir können jederzeit raus und reingehen und so zwischendurch nach dem Rechten schauen und Cora einmal rauslassen.

Dieses Schloss ist nicht nur eine wahre Pracht von außen, sondern vor allem auch von innen. In der Eingangshalle ist es bereits gemütlich, denn ein echtes Feuer lodert im Kamin. Die vielen Räume, die wir besichtigen, sind detailverliebt eingerichtet. Wir können uns richtig vorstellen, wie hier früher gelebt wurde. Im Anschluss besuchen wir noch die große Gartenanlage mit Blick auf das Meer. Wer mag kann noch sich die Falkenshow anschauen. Wir sind wirklich beeindruckt von diesem schönen Schloss und können einen Besuch nur empfehlen.

Schloss Dunrobin Garten

Grantown on Spey Campsite

Wir fahren weiter und lassen Inverness links liegen. Und fahren weiter grobe Richtung Cairngroms. Da wir heute etwas groggy sind, machen wir noch eine Übernachtungsstopp auf dem Caravan-Park in Grantown-on-Spey. Was soll ich sagen? Super freundliche Mitarbeiter, ganz herzliche Begrüßung, aber so ganz war der Platz nicht unser Fall. Sehr groß, sehr viel asphaltiert und viele Dauercamper und teuer. Aber so ist halt auch schon mal, wobei die Aussicht auf die Berge schon schön ist. Wir haben einfach etwas verschnauft und uns auf den nächsten schönen Tag vorbereitet: Es geht zum nächsten Schloss: Balmoral Castle – das Schloss der Queen, bzw. jetzt vom King.

Schloss Balmoral

Wir rollen weiter Richtung Balmoral und es geht wieder durch eine tolle Landschaft. Überall blüht die Heide und einen Aussichts-Stopp haben wir noch bei „The Watchers“ eingelegt. Hier könnt ihr euch in diese Metall-Rauten setzen und windgeschützt den Ausblick genießen.

Die Karten für Balmoral Castle haben wir online reserviert und haben einen Timeslott ab 13 Uhr. Aber das wird nicht so genau genommen, so dass wir auch schon ein bisschen früher reingehen konnten. Hier sind Hunde erlaubt, außer in dem einzigen Raum im Schloss, der zu besichtigen ist, da wechseln wir uns einfach ab. Und ja, ihr könnt hier nur einen Raum anschauen, bei uns ist hier eine Ausstellung zum Leben der Queen, aber leider Fotoverbot.

Tipp von Reiseausschnitte

Wenn ihr eure Tickets online kauft, erhaltet ihr einen kostenlos Audioguide. Wir fanden den durchaus ganz interessant. Und solltet ihr im August unterwegs sein, dann schaut nach, wie lange das Schloss geöffnet ist, denn ab Mitte August macht die königliche Familie dort Urlaub. Wir waren am letzten Tag dort.

Der ganze Park oder auch Nutzgarten um das Schloss ist toll angelegt. Viele alte, große Bäume sind an der Einfahrt entlang und wir können es uns gut vorstellen, wie die königliche Familie hier Urlaub macht. Auch eine große Wiese mit Highland Rinder ist unmittelbar in Schlossnähe.

Schottland mit dem Wohnmobil

Stellplatz Schloss Balmoral

Wir verbringen hier doch einige Stunden und übernachten anschließend auf dem Parkplatz am Schloss. Das ist offiziell erlaubt und kostet 10 Pfund, natürlich ohne alles. Wir waren nicht alleine dort, 7 weitere Wohnmobile haben auch dort übernachtet. Wenn ihr das auch machen solltet, dann geht nochmal vom Parkplatz rüber auf die andere Straßenseite. Dort liegt etwas erhöht eine schöne alte Kirche – die Crathie Kirk. Wer sich für Whisky interessiert kann noch 2 km die Destillerie Royal Lochnagar besuchen.

Cairngroms Nationalpark

Wir haben auf jeden königlich geschlafen und fahren am nächsten Morgen weiter süd-östlich an Braemar vorbei (bekannt für seine Highland Games) und es die Old Military Road entlang durch die Cairngroms. Es ist ein etwas diesiger Tag mit Regen ab und an und trotzdem genießen wir diese Landschaft um uns herum. Und dann kommen wir quasi aus dem Nichts ins quirlige Pitlochry.

Pitlochry

Hier wollen wir eine kleine Kaffeepause einlegen. Gar nicht so einfach in dem vollen Städtchen ein Parkplatz für zwei Wohnmobile zu finden (wir sind ja mit Freunden unterwegs). Daher hier ein Tipp zum Parken: Ihr biegt von der Hauptstraße auf die Ferry Road ab und nehmt die erste Möglichkeit rechts abzubiegen. Dann liegt auf der rechten Seite ein größerer Parkplatz. Von dort könnt ihr einfach den Fußgängerschildern in die Stadt folgen, der Weg ist nicht weit. Am Ende des Weges liegt links direkt das schönes Café Coffee & Break, wo wir auch einkehren.

Wir bummeln noch ein bisschen und dann fahren wir weiter zu einem besonderen Aussichtspunkt: Queen View. Was so heißt, muss ja auch etwas können, oder? Bei besserem Wetter könnt ihr bis zu den Glencoe Mountains schauen, heute nicht ganz so weit.

Kilvrecht Campsite

Was so heißt, muss auch etwas bieten. Und ja, der Weitblick von dieser Anhöhe auf das Loch Tummel ist schon besonders. Bei gutem Wetter sieht man sogar bis zu den Bergen von Glencoe. Wir fahren weitern ins Tal bis zum Loch Rannoch. Dort liegt der Kilvrecht Campsite – ein echter Naturcampingplatz. Der Platz liegt mitten im Wald und bietet Campern großzügige Stellplätze. Hier ist es richtig ruhig und der Platz ist sehr gepflegt. Die Sanitäranlagen sind sehr einfach, aber pikobello sauber. Allerdings gibt es kein warmes Wasser – also nichts für Warmduscher.

Vom Platz aus gehen direkt drei kleinere Rundwanderwege ab, die gut beschildert sind. Eine der Touren kommt an einem schönen Aussichtsplatz mit Blick auf das Loch Rannoch vorbei. Hier können wir richtig abschalten und einfach die Natur genießen.

Schottland mit dem Wohnmobil

Schottland Rundreise – Teil 3

Vom Loch Tummel geht es nun nochmal teilweise zurück an den Anfang unserer Tour und dann nochmal vom Westen wieder ganz in den Osten. Tolle Landschaften und Sehenswürdigkeiten erwarten uns. Hier geht es zum dritten und letzten Teil unserer Tour Schottland mit dem Wohnmobil:

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